Faltenbehandlung mit injizierbaren Füllmaterialien
(sogenannte „Dermafiller“, unvernetzte Hyaluronsäure)
Die Ursachen für Falten im Gesicht liegen in einem natürlichen Alterungsprozess der Haut, in äußeren Einwirkungen (z. B. Sonneneinstrahlung), sowie in Lebensgewohnheiten (z. B. Rauchen).
Wesentlich zur Faltenbildung trägt auch die mimische Aktivität der feinen, kleinen Muskeln unter der Haut bei, die wir oft unbewusst einsetzen, z. B. beim Stirnrunzeln.
Störende Falten lassen sich, je nach ihrer Art und Ursache, durch verschiedene Methoden korrigieren, auf die wir im Aufklärungsgespräch näher eingehen werden.
Eine sehr wirkungsvolle Methode ist die Behandlung mit Füllmaterialien verschiedener Art, insbesondere Hyaluronsäure.
Hyaluronsäure ist ein Stoff, der in unserem Körper in vielerlei Geweben und Flüssigkeiten vorkommt. In unserer Haut besteht mehr als die Hälfte der extrazellulären Flüssigkeit aus Hyaluronsäure.
Die Haut ist das menschliche Organ, an dem Alterungsprozesse deutlich sichtbar werden. Ein wesentlicher Faktor, der den Alterungsprozess beeinflusst, ist der Gehalt an Hyaluronsäure, der mit den Jahren abnimmt. Hierdurch kann die Haut weniger Feuchtigkeit binden und verliert ihre Elastizität. Folge ist Fältchenbildung.
Hyaluronsäure ist ein langkettiges Zuckermolekül, das sich in zahlreichen Geweben und Körperflüssigkeiten findet. In der Haut schafft es Raum zwischen den Zellen und gibt diesen dadurch die Möglichkeit, sich zu teilen, zu bewegen, um die nötigen Ausgangsstoffe für ihre Syntheseleistung aufzunehmen. Bei jungen Menschen ist Hyaluronsäure in der Haut reichlich vorhanden und verleiht ihr dadurch die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern und ihre Vitalität und Straffheit zu bewahren.
Mit zunehmendem Alter sinkt die Hyaluronsäure-Konzentration jedoch kontinuierlich ab, dadurch kann die Faltenbildung ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichend verhindert werden.
Durch Einspritzung von Hyaluronsäure unter die Falten der Gesichtshaut werden diese aufgepolstert und die Kontur der betreffende Hautstelle wieder glatt. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft und mit einem Mückenstich vergleichbar.
Zur Verringerung der Schmerzhaftigkeit an besonders empfindlichen Hautarealen wird vor der Behandlung eine schmerzlindernde Creme aufgetragen.
Zur Behandlung stehen verschiedene Handelspäparate zur Verfügung, die für unterschiedliche Anwendungsgebiete gedacht sind. So gibt es Produkte für tiefere und feinere Falten. Mit einem speziellen Präparat, einer unvernetzten Hyaluronsäure, können auch ganze Hautflächen wieder aufgepolstert werden. Ein weiteres Produkt speichert zusätzlich Feuchtigkeit durch ein spezielles Zuckermolekül und hat dadurch eine länger anhaltende Wirkung, ist aber nicht für alle Hautstellen geeignet.
Neben der Hyaluronsäure steht Polymilchsäure (Handelspräparat „New fill“) zur Verfügung, die Anwendung ist gleich, die Wirkung hält etwas länger an als bei der Hyaluronsäure.
Je nach Art der Anwendung müssen kurzfristigere Behandlungen zu Beginn erfolgen, danach können die Abstände verlängert werden. Da hier jedoch eine große Zahl verschiedener Behandlungsmöglichkeit besteht, werden wir Sie gern gezielt beraten.
Bei einer Behandlung mit injizierbarer Hyaluronsäure ist es erforderlich, zusätzlich auch eine kosmetische Behandlung mit äußerlich aufzutragender Hyaluronsäure durchzuführen. Diese ergänzt die vorgenannten Behandlungsverfahren, die in den tieferen Hautschichten wirksam sind. An der oberflächlichen Haut sind jedoch nur kosmetische Maßnahmen möglich, die durch eine speziell ausgebildete Kosmetikerin in Behandlungen und mit Produkten angewendet werden kann.
Sinnvoll kann auch eine Kombination der vorbeschriebenen Behandlungen mit weiteren ästhetisch-kosmetischen Verfahren sein. Sprechen Sie uns bitte gern an, wir beraten Sie ausführlich zu diesem Themenkomplex, zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten bestehen und informieren Sie auch über die Kosten.
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