Was sind Besenreiser?

  • Besenreiser sind kleinste Adern (Mini-Krampfadern), die unmittelbar unter der Haut liegen, sich erweitert haben und mit Blut gefüllt sind.
  • Äußerlich werden Sie als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderigen oder rötliche Flecke sichtbar.
  • Generell können Besenreiser an allen Stellen des Körpers auftreten.
  • Meistens tauchen sie an den Beinen auf.

Wie entstehen Besenreiser?

  • Besenreiser entstehen häufig bei Menschen mit einer angeborenen Bindegewebsschwäche.
  • Bewegungsmangel, Tätigkeiten im sitzen oder stehen, Übergewicht und falsches Schuhwerk tragen außerdem dazu bei, dass sich Krampfadern bilden.
  • Da kleinere und größere Venen miteinander in Verbindung stehen, können Besenreiser auch auf Venenleiden hinweisen.
  • Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor einer Besenreiser-entfernung eventuelle Venenleiden durch eine Voruntersuchung auszu- schließen bzw. zu behandeln.

Sind Besenreiser gefährlich?

  • Grundsätzlich sind Besenreiser eher ein ästhetisches Problem.
  • Sie sind ungefährlich und schmerzen nur sehr selten.
  • Trotzdem kann es sich um den Beginn einer Schwäche der Venenwände handeln.
  • Diese kann sich zu ausgeprägten Krampfadern oder gar Unter- schenkelgeschwüren entwickeln.

Wie werden Besenreiser behandelt?

  • Bei der Entfernung von Besenreisern hat sich die Sklerosierungstherapie (Verödung) bewährt.
  • Bei dieser Behandlungsart wird ein Verödungsmittel direkt in die Besenreiser eingespritzt.
  • Im Idealfall ist pro Gefäßbaum nur ein Stich notwendig.
  • Durch die Injektion kommt es zu einer Schädigung des Äderchens, wobei die Haut- oberfläche unbeschädigt bleibt.
  • Während der Behandlung blasst das Gefäß ab, verfärbt sich in den folgenden Tagen blau und wird dann über mehrere Wochen bis Monate durch körpereigene Vorgänge abgebaut.

Die Nachbehandlung

  • Nach einer Sklerosierung wird dem Patienten für ca. 3 Tage ein Kompressionsverband angelegt.
  • Dieser Verband erzeugt Druck und verhindert damit die Bildung von Blutergüssen oder einer Thrombose.
  • In den ersten Wochen nach einer Behandlung sollte der Patient die Sonne meiden, da ansonsten
  • Pigmentstörungen entstehen können.
  • Regelmäßige Nachuntersuchungen sind zu empfehlen.

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Ihr Dr. Degenhardt