Das Immunsystem und seine Funktionen

  • Der menschliche Körper ist täglich einer großen Anzahl von Giftstoffen und Krankheitserregern ausgesetzt.
  • Das Immunsystem hat die Aufgabe den Körper vor diesen Stoffen zu schützen, d.h. sie zu erkennen und zu zerstören.
  • Dazu stehen ihm verschiedene Zellarten zur Verfügung.
  • Besondere Bedeutung haben hierbei die Antikörper, die wiederum Antigene (fremde Stoffe) erkennen und binden können.
  • Der menschliche Körper ist täglich einer großen Anzahl von Giftstoffen und Krankheitserregern ausgesetzt.
  • Das Immunsystem hat die Aufgabe den Körper vor diesen Stoffen zu schützen, d.h. sie zu erkennen und zu zerstören.
  • Dazu stehen ihm verschiedene Zellarten zur Verfügung.
  • Besondere Bedeutung haben hierbei die Antikörper, die wiederum Antigene (fremde Stoffe) erkennen und binden können.

Was ist eine allergische Reaktion?

  • Reagiert das Immunsystem nicht adäquat auf eine Substanz, d.h. entweder zu stark oder gegen falsche Substanzen, spricht man von einer allergischen Reaktion.
  • Die Substanzen, die eine solche Überraktion auslösen, bezeichnet man als Allergene.
  • Es scheint zwar erblich bedingte Zusammenhänge zu geben, grundsätzlich kann aber jeder zum Allergiker werden.

Was für Allergene gibt es?

  • Es gibt eine Vielzahl von Stoffen, die als Allergene fungieren können:
  • Arzneimittel (z.B. Penicillin)
  • Kosmetika
  • Pollen
  • Kunststoffe (z.B. Latex)
  • Metalle (z.B. Nickel)
  • Schimmelpilze
  • Insektengifte
  • Textilien
  • Tierhaare
  • Nahrungsmittel

Medizinisch werden vier allergische Reaktionstypen unterschieden:

  • Soforttyp
  • zytotoxischer Typ
  • Immunkomplextyp
  • Spättyp

Für Zeitpunkt und Ausprägung der jeweiligen Symptome ist nicht das Allergen, sondern der zugrunde liegende Reaktionstyp verantwortlich.

Soforttyp

  • Man nimmt an, dass heute etwa 15 % der Bevölkerung an dieser Art von Allergie leidet, wobei sie sich meist in Form von Heuschnupfen äußert.
  • Bei diesem Typ von allergischen Reaktionen produziert das Immunsystem nach Allergenkontakt eine bestimmte Art von Antikörpern (IgE).
  • IgE-Antikörper bringen bestimmte Zellen dazu, Stoffe auszuschütten, die eine Entzündung hervorrufen. Der wichtigste dieser Stoffe ist das Histamin.

Soforttyp: Symptome

  • Die Symptome treten innerhalb der ersten Stunden nach Allergenkontakt auf und halten solange an, wie sich das Allergen im Körper befindet.
  • Dort, wo das Allergen Kontakt mit dem Körper hat, kommt es zu Histaminausschüttung und Entzündungszeichen:
  • Rötung Schwellung Sekretfluss Juckreiz

So führt beispielsweise Kontakt mit Pollen in der Nase, zu den typischen Zeichen des Heuschnupfens.

Soforttyp: Anaphylaktischer Schock

  • Gefahr besteht, wenn die hervorgerufene Entzündung nicht lokal begrenzt auftritt, sondern eine massive Histaminausschüttung im ganzen Körper stattfindet.
  • Man spricht in diesem Fall von einem anaphylaktischen Schock.
  • Erste Anzeichen sind meist Hitzegefühl, Ausbruch von kaltem Schweiß, Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen.
  • In der letzten Phase kann es zu Blutdruckabfall, Atem- und Kreislauf- stillstand kommen. Eine sofortige ärztliche Behandlung ist unbedingt notwendig, da dieser Zustand lebensbedrohlich ist.

Zytotoxischer Typ

  • An der Entstehung dieses Reaktionstyps sind ebenfalls Antikörper beteiligt.
  • Anders als die Reaktion beim Soforttyp bewirken die Antikörper keine Entzündungs- reaktion sondern richten sich gegen körper- eigne Zellen und führen zur ihrer Zerstörung.
  • Ein Beispiel für eine solche Reaktion ist die Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind.
  • Die Symptome können sogar lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Immunkomplextyp

  • Die von Antikörpern gebundenen Allergene bilden Immunkomplexe, die normalerweise durch Zellen des Immunsystems aufgenommen und zerstört werden.
  • Bei diesem allergischen Reaktions- typ werden diese Immunkomplexe nicht aufgenommen und lagern sich in Gefäßen und Geweben ab, wo sie für eine Entzündung sorgen.
  • Häufig sind kleine Gefäße, die Nieren oder die Lunge davon betroffen.

Spättyp

  • Für diesen Reaktionstyp sind Zellen des Immunsystems, so genannte T-Lymphozyten, verantwortlich, die zu einer Entzündung führen.
  • Bei allergischen Reaktionen des Spättyps ist üblicherweise die Haut (durch z.B. Schmuck- oder Latexunverträglichkeit) betroffen.
  • Typisch für diese Reaktion ist, dass sie frühestens nach 12 Stunden eintritt, daher auch der Begriff Spättyp.

Testverfahren

Es gibt unterschiedliche Testverfahren, um Stoffe zu bestimmen, auf
die Menschen allergisch reagieren:

  • Laboruntersuchung
  • klassische Allergietests
  • organbezogene Tests

Was wird bei den Tests gemacht?

  • Laboruntersuchung: Hiermit kann man grundsätzlich klären, ob eine Allergie besteht und auch gezielt wogegen. Verfahren eignet sich nur für Pollen und Nahrungsmittelallergien
  • Klassische Tests: Durch Testung verschiedener Substanzen an der Haut, werden diejenigen als Allergene identifiziert, bei denen es zu Rötung und/oder Quaddelbildung kommt.
  • Organbezogene Tests: Das Allergen wird auf natürlichem Wege angeboten (z.B. Pollen durch Inhalation, Nahrung über den Mund) und das Ausmaß der allergischen Reaktionen bewertet.

Was kann man gegen Allergien tun?

  • In erster Linie sollte der Kontakt mit dem Allergen vermieden werden. Dafür bieten sich beispielsweise Informationen über den Pollenflug in verschiedenen Zeitungen an.
  • Ist eine Vermeidung nicht möglich, gibt es verschiedene Möglichkeiten gegen die Allergie anzugehen:

Hyposensibilisierung
medikamentöseTherapie

Möglichkeiten der Behandlung

  • Hyposensibilisierung:
    Durch langfristige Gabe (ca. 6 Monate) eines Allergens wird dem Immunsystem die Bildung von IgE-Antikörpern „abgewöhnt“. Wie bei der Testung durch den Allergenkontakt, kann es auch bei der Hyposensibilisierung zu einer starken Reaktion des Patienten kommen.
  • Medikamentöse Therapie:
    Die Freisetzung von Histamin kann durch Gabe von Medikamenten, so genannte Antihistaminika, unterdrückt werden. Dadurch bleibt eine Entzündung aus und es kommt nicht zu den typischen Allergiesymptomen.

Sprechen Sie das Praxisteam für weitere Informationen gerne an!

 

Ihr Dr. Degenhardt