Peeling,
dermatologisch-kosmetisch
Der Begriff leitet sich aus dem englischen Wort
„to peel“ ab und bedeutet "abschälen, ablösen". Eine Peeling- oder Schälkur
befreit die Haut von trockenen Hautschüppchen, die auf der obersten Hautschicht
liegen und die Haut fahl und blass erscheinen lassen.
Durch das Entfernen der abgestorbenen Hautzellen wird die Zellerneuerung in
der Epidermis (Oberhaut) stimuliert. Die Haut wird dadurch stärker,
widerstandsfähiger und straffer, je nach Eindringtiefe können Fältchen und
Falten, Pigmentstörungen, Narben, Verhornungen, Lichtschäden und
verschiedene Hautunreinheiten behandelt werden.
Je nach Eindringtiefe unterscheidet man oberflächliches Peeling (Eindringtiefe bis 0,06 mm), mitteltiefes Peeling (Eindringtiefe bis 0,45 mm) und tiefe Peelings (Eindringtiefe bis 0,6 mm).
Vor der geplanten Peelingmaßnahme erfolgt eine ausführliche Aufklärung über das geeignete Peelingverfahren, das mögliche Ergebnis, über Risiken und Nebenwirkungen und über mögliche Kombinationsbehandlungen mit anderen Verfahren der Hautregeneration. Es wird ein Behandlungsplan erstellt, eine Photodokumentation vor der Behandlung wird durchgeführt.
Ideale Patienten für alle Kategorien von Chemical Peelings sind Menschen mit einem Hauttyp I bis III, die Klassifizierung der Hauttypen finden Sie hier.
Oberflächliche Peelings:
Hierfür stehen eine ganze Reihe von Substanzen zur Verfügung,
insbesondere die bekannten Fruchtsäuren (Alpha-Hydroxysäuren), ferner
Jessner-Lösung, 5-Fluorouracil, Azelainsäure, Retinsäure, Salicylsäure,
Resorcin-Paste und Trichloressigsäure (TCA) in niedriger Konzentration bis
15%.
Das oberflächliche Peeling eignet sich für Fältchen, Hyperpigmentierungen,
Mitesser, Altersflecken, großporige Haut oder Verhornungsstörungen.
Nach Reinigung der Haut und einer evtl.
14tägigen Vorbehandlung mit einer glykolsäure-haltigen Creme wird die Haut
mit Aceton entfettet und die Peelinglösung auf die Haut aufgetragen.
Die Einwirkungszeit beträgt zwischen 3 und 10 Minuten, bei Auftreten von Rötung
und Brennen wird mit einer Neutralisationslösung der Einwirkprozess gestoppt
und anschließend die Haut mit Wasser abgewaschen.
Anschließend kann ein Kühlkissen oder eine kühlende Creme aufgetragen
werden, bei stärkeren Reizungen wird ggf. eine leichte Cortison-Creme
aufgetragen.
Oberflächliche Peelings können in Abständen von 2-4 Wochen wiederholt
werden, die Wirkung zeigt sich in einer verbesserten Hautstruktur,
Verminderung der Mitesser, Aufhellung von Pigmentstörungen, sofern diese auf
die Oberhaut beschränkt sind. Um einen sichtbaren Effekt zu erreichen, muss
das Peeling mehrfach (5-10 mal) über einige Monate aufgetragen werden.
Zwischen den einzelnen Therapiesitzungen und noch 1-2 Monate danach muss eine
Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf die behandelte Haut
aufgetragen werden, um erneute Pigmentstörungen zu vermeiden.
Mitteltiefe
Peelings:
Die klassische Peelingsubstanz ist Trichloressigsäure (TCA) in einer
Konzentration von 25-50%. Sie wirkt nicht nur an der Oberhaut, sondern dringt
etwas tiefer in die Hautschichten ein, dadurch wird eine verstärkte Wirkung
ermöglicht. Durch Kombination mit einer oberflächlichen Peelinglösung wird
die Wirkung der TCA verstärkt, so dass man auf niedrigere Konzentrationen
ausweichen kann.
Geeignet ist das mitteltiefe Peeling für Falten, tiefere
Hyperpigmentierungen, flache Aknenarben und Lichtschäden.
Nach der im Vorhergehenden beschriebenen Vorbehandlung wird die TCA solange
auf das Gesicht aufgetragen, bis eine gleichmäßige Weißfärbung, das
sogenannte „Frosting“ auftritt. Die farblichen Veränderungen geben
Hinweise auf die Eindringtiefe und Gleichmäßigkeit der Anwendung. Das
Frosting wird nach wenigen Minuten von einer Rötung und Schwellung abgelöst,
die nach 48 Stunden ihren Höhepunkt überschritten hat. Innerhalb einiger
Tage schält sich die Haut komplett ab und regeneriert sich im Verlauf von
8-10 Tagen. Leichte Schwellungen gehen nach 3-4 Tagen zurück.
Bei geringer Schmerzhaftigkeit kann ggf. mit einem Schmerzmittel behandelt
werden.
Im Rahmen der Nachbehandlung ist ein 3monatiger konsequenter Lichtschutz
erforderlich, hierzu muss eine speziell entwickelte Creme (sogenannte Les
Felins-Creme) verwendet werden. Ergänzend ist ggf. eine Herpes-Prophylaxe
erforderlich.
Tiefe
Peelings:
Die besten kosmetischen Resultate für Faltenbehandlung und Narben werden
mit einem tiefen Peel erreicht durch das Auftragen einer phenolhaltigen Lösung.
Am bekanntesten ist die schon 1961 von Baker&Gordon beschriebene Rezeptur,
die bis in tiefere Hautschichten reicht.
Die Lösung wird, wie beim mitteltiefen Peeling, mit feinen Wattestäbchen in
die Haut eingerieben, das Frosting ist eher grau im Vergleich zu dem weißen
TCA-Frosting. Über 6-10 Stunden treten Schmerzen auf, diese müssen behandelt
werden. Nach der Behandlung kommt es zu einer ausgeprägten Rötung und
Schwellung des Gesichtes mit Flüssigkeitsabsonderung, es ist daher eine
Verbandmaske auf das Gesicht aufzutragen. Die Wundheilung beträgt 10-14 Tage.
Innerhalb dieser Zeit sind tägliche Verbandwechsel erforderlich. Eine Rötung
des Gesichtes kann noch bis zu 3 Monaten anhalten und kann abgedeckt werden.
Wichtig ist ein konsequenter Lichtschutz über mehrere Monate, darüber hinaus
muss eine depigmentierende Creme verwendet werden.
Im Gegensatz zum „Skin Resurfacing“ mit dem Laser handelt es sich vor allem bei den mitteltiefen und tiefen Peelings um in der Anwendung einfachere und auch kostengünstigere Verfahren, die aber den gleichen Effekt wie ein Laserpeeling haben. Das mitteltiefe Peeling muss in der Regel nach 1-2 Wochen nochmals wiederholt werden, das tiefe Peeling wird nur einmal durchgeführt. Die Ergebnisse sind kosmetisch sehr befriedigend und lang anhaltend.
Um optimale Befunde zu erreichen, kann eine Kombination mit anderen Verfahren der Hautgeneration, wie z.B. mit Botox ® und/oder Hyaluronsäure, sinnvoll sein.
Wir erstellen einen individuellen Behandlungsplan, bitte sprechen Sie uns deshalb gern an. Wir informieren Sie über Art und Umfang der Behandlung und die entstehenden Kosten.
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